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Kompost anlegen: Was darf rein – was nicht? So klappt’s schnell & geruchsfrei

Primaflor 2025
2026-05-29 17:11:00 / Tipps & Tricks

Kompost anlegen: Was darf rein – was nicht? So klappt’s schnell & geruchsfrei

Ein eigener Kompost ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Deinen Garten natürlicher und gesünder zu machen. Aus Küchen- und Gartenabfällen entsteht wertvoller Humus, der Deinen Boden verbessert, Pflanzen stärkt und Dir Dünger spart. Damit Dein Kompost schnell verrottet und nicht unangenehm riecht, kommt es vor allem auf die richtige Mischung an.

Warum Kompost so wertvoll für Deinen Garten ist

Kompost versorgt Deine Pflanzen mit Nährstoffen, verbessert die Bodenstruktur und hilft Deinem Gartenboden, Wasser besser zu speichern. Besonders sandige Böden profitieren davon, weil sie lockerer und nährstoffreicher werden. Schwere Lehmböden werden durch Kompost krümeliger und besser durchlüftet.

Außerdem schließt Du mit einem Kompost den natürlichen Kreislauf in Deinem Garten: Was als Pflanzenrest oder Küchenabfall beginnt, wird später wieder zu Nahrung für Deine Beete, Sträucher und Blumen.

Der richtige Standort für Deinen Kompost

Dein Kompost sollte halbschattig stehen, direkt auf offenem Boden. So können Regenwürmer, Mikroorganismen und andere Bodenlebewesen einwandern und die Zersetzung beschleunigen. Ein Platz unter einem Baum oder neben einer Hecke ist ideal.

Vermeide einen Standort in praller Sonne, denn dort trocknet Dein Kompost zu schnell aus. Zu viel Nässe ist aber ebenfalls ungünstig. Achte deshalb darauf, dass Regenwasser ablaufen kann und der Kompost nicht in einer Senke steht.

Was darf auf den Kompost?

Auf Deinen Kompost dürfen viele organische Abfälle aus Küche und Garten. Wichtig ist, dass Du sie möglichst gut mischst und größere Stücke klein schneidest.

Geeignet sind:

  • Obst- und Gemüsereste
  • Kaffeesatz und Teebeutel ohne Kunststoff
  • Eierschalen, zerdrückt
  • Rasenschnitt, dünn verteilt
  • Laub
  • Pflanzenreste
  • Kleine Zweige und Häckselgut
  • Verwelkte Blumen
  • Unkraut ohne Samen
  • Stroh, Heu oder trockene Blätter

Besonders wichtig ist die Mischung aus „grünem“ und „braunem“ Material. Grüne Abfälle wie Rasenschnitt, Obst- und Gemüsereste sind feucht und nährstoffreich. Braune Abfälle wie Laub, Zweige, Stroh oder Häckselgut bringen Luft und Struktur in Deinen Kompost.

Was darf nicht auf den Kompost?

Nicht alles, was organisch aussieht, gehört auf Deinen Kompost. Manche Dinge ziehen Tiere an, stinken oder verrotten schlecht.

Nicht geeignet sind:

  • Fleisch und Fisch

  • Gekochte Essensreste

  • Milchprodukte

  • Fett und Öl

  • Brot in größeren Mengen

  • Kranke Pflanzenteile

  • Samen tragendes Unkraut

  • Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke

  • Katzen- oder Hundekot

  • Asche in größeren Mengen

  • Beschichtetes Papier oder Hochglanzpapier

  • Bioplastik-Beutel

Zitrusschalen dürfen in kleinen Mengen auf Deinen Kompost, solange sie unbehandelt oder gut zerkleinert sind. Zu viele davon können die Verrottung verlangsamen.

So legst Du Deinen Kompost richtig an

Beginne am besten mit einer luftigen Schicht aus grobem Material. Dafür eignen sich kleine Äste, Zweige oder grober Strauchschnitt. Diese Schicht sorgt dafür, dass von unten Luft an Deinen Kompost kommt und überschüssige Feuchtigkeit ablaufen kann.

Darauf gibst Du abwechselnd feuchte und trockene Materialien. Eine gute Faustregel lautet: Immer wenn Du feuchte Küchenabfälle oder Rasenschnitt hinzugibst, deckst Du sie mit trockenem Material wie Laub, Häckselgut oder etwas Erde ab.

So entsteht eine lockere, ausgewogene Mischung, die nicht fault und nicht stinkt.

Die beste Mischung: feucht, locker und luftig

Damit Dein Kompost schnell arbeitet, braucht er drei Dinge: Feuchtigkeit, Sauerstoff und eine gute Nährstoffbalance.

Ist Dein Kompost zu nass, fängt er an zu faulen. Dann riecht er unangenehm. Gib in diesem Fall trockenes Laub, Stroh, Holzhäcksel oder zerrissene Eierkartons ohne Farbe dazu.

Ist Dein Kompost zu trocken, passiert kaum etwas. Dann kannst Du ihn leicht wässern. Er sollte sich ungefähr anfühlen wie ein ausgedrückter Schwamm: feucht, aber nicht tropfnass.

So bleibt Dein Kompost geruchsfrei

Ein gesunder Kompost riecht angenehm erdig, nicht faulig. Wenn Dein Kompost stinkt, fehlt meistens Sauerstoff oder es ist zu viel feuchtes Material darin.

Damit Dein Kompost geruchsfrei bleibt:

Mische Rasenschnitt nie als dicke Schicht ein, sondern verteile ihn dünn. Decke Küchenabfälle immer mit Erde, Laub oder Häckselgut ab. Gib regelmäßig trockenes Strukturmaterial dazu. Lockere Deinen Kompost gelegentlich mit einer Grabegabel auf, damit Luft hineinkommt.

Besonders bei vielen Küchenabfällen lohnt es sich, immer einen Eimer mit trockenem Laub, Holzhäckseln oder zerkleinertem Karton neben Deinem Kompost bereitzuhalten. So kannst Du jede feuchte Schicht direkt ausgleichen.

So wird Dein Kompost schneller fertig

Je kleiner das Material, desto schneller verrottet es. Schneide grobe Pflanzenreste klein und häcksle Zweige, bevor Du sie auf Deinen Kompost gibst. Auch regelmäßiges Umsetzen beschleunigt die Rotte deutlich.

Wenn Du Deinen Kompost nach einigen Monaten einmal umsetzt, vermischst Du äußere, weniger verrottete Bereiche mit dem aktiven Inneren. Dadurch kommt Sauerstoff hinein, und die Mikroorganismen können besser arbeiten.

Ein Kompoststarter ist meist nicht nötig. Eine Schaufel reifer Kompost oder Gartenerde reicht oft aus, um Deinem neuen Kompost genügend Bodenleben mitzugeben.

Typische Fehler beim Kompostieren

Ein häufiger Fehler ist zu viel Rasenschnitt auf einmal. Dieser verdichtet sich schnell, wird schleimig und beginnt zu riechen. Mische Rasenschnitt deshalb immer mit trockenem Material.

Auch zu viele Küchenabfälle ohne Abdeckung sind problematisch. Sie locken Fliegen an und können faulen. Besser ist es, sie leicht einzuarbeiten oder mit Erde und Laub zu bedecken.

Ein weiterer Fehler ist ein zu trockener Kompost. Ohne Feuchtigkeit können Regenwürmer und Mikroorganismen nicht aktiv arbeiten. Prüfe deshalb gelegentlich, ob Dein Kompost noch leicht feucht ist.

Wann ist Dein Kompost fertig?

Reifer Kompost ist dunkel, krümelig und riecht angenehm nach Waldboden. Grobe Bestandteile kannst Du aussieben und wieder auf den Kompost geben. Feinen Kompost verwendest Du für Beete, Sträucher, Obstgehölze und Blumen.

Je nach Material, Standort und Pflege dauert es meist mehrere Monate bis etwa ein Jahr, bis Dein Kompost reif ist. Wenn Du ihn regelmäßig mischst, auf die Feuchtigkeit achtest und grobes Material zerkleinerst, geht es deutlich schneller.

So verwendest Du Deinen fertigen Kompost

Verteile reifen Kompost dünn auf Deinen Beeten und arbeite ihn leicht in die obere Bodenschicht ein. Für Gemüsebeete, Stauden und Sträucher ist Kompost besonders wertvoll. Auch beim Pflanzen neuer Gehölze kannst Du etwas Kompost mit der Erde mischen.

Verwende Kompost nicht als alleinige Pflanzerde für empfindliche Jungpflanzen, denn er kann zu nährstoffreich sein. Besser ist eine Mischung mit Gartenerde oder spezieller Anzuchterde.

Fazit: Dein Kompost braucht nur die richtige Balance

Ein guter Kompost ist kein Hexenwerk. Entscheidend ist, dass Du feuchte und trockene Materialien gut mischst, Küchenabfälle abdeckst und für genügend Luft sorgst. Dann bleibt Dein Kompost geruchsfrei, arbeitet schnell und liefert Dir wertvollen Humus für Deinen Garten.

Mit der richtigen Mischung verwandelst Du Abfälle in fruchtbare Erde – und machst Deinen Garten Schritt für Schritt gesünder und lebendiger.