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Kunstrasen wird zu heiß? Praxiserprobte Maßnahmen für mehr Komfort im Sommer

Primaflor 2025
2026-08-14 15:21:00 / Tipps & Tricks

Warum wird Kunstrasen im Sommer so heiß?

Kunstrasen besteht in der Regel aus synthetischen Fasern. Diese Materialien nehmen Sonnenenergie auf und geben die Wärme nur begrenzt wieder ab. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung, wenig Luftbewegung und dunkleren Fasern kann sich die Oberfläche stark erwärmen.

Zusätzlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung
  • Lufttemperatur
  • Farbe und Material des Kunstrasens
  • Art des Untergrunds
  • Luftzirkulation
  • Beschattung
  • Feuchtigkeit auf der Oberfläche

Während natürlicher Rasen durch gespeicherte Feuchtigkeit und Verdunstung einen gewissen Kühleffekt erzeugt, fehlt dieser Effekt bei Kunstrasen weitgehend.

Wie heiß kann Kunstrasen werden?

An sonnigen Sommertagen kann die Oberflächentemperatur von Kunstrasen deutlich über der eigentlichen Lufttemperatur liegen. Besonders problematisch wird dies auf vollständig unbeschatteten Flächen.

Wie stark sich der Kunstrasen tatsächlich erwärmt, hängt jedoch immer von den jeweiligen Bedingungen vor Ort ab. Ein Kunstrasen auf einem offenen, gut belüfteten Grundstück kann sich anders verhalten als dieselbe Oberfläche auf einer windgeschützten Dachterrasse.

Wer den Kunstrasen barfuß nutzt oder wenn Kinder und Haustiere regelmäßig darauf spielen, sollte die Temperatur der Oberfläche an heißen Tagen deshalb besonders im Blick behalten.

1. Kunstrasen mit Wasser abkühlen

Eine der einfachsten Maßnahmen gegen heißen Kunstrasen ist das kurzfristige Bewässern der Oberfläche.

Mit einem Gartenschlauch oder Rasensprenger lässt sich der Kunstrasen an besonders warmen Tagen leicht anfeuchten. Das Wasser kühlt die Fasern zunächst direkt ab und kann durch die anschließende Verdunstung zusätzlich für einen kurzfristigen Kühleffekt sorgen.

Dabei ist es nicht notwendig, die Fläche vollständig zu durchnässen. Häufig genügt bereits eine leichte Bewässerung.

Besonders sinnvoll ist diese Methode:

  • vor dem Spielen von Kindern,
  • vor der Nutzung durch Haustiere,
  • vor Gartenpartys,
  • vor längeren Aufenthalten auf der Fläche,
  • an besonders heißen Nachmittagen.

Wichtig: Die Kühlwirkung ist zeitlich begrenzt. Bei starker Sonneneinstrahlung kann sich die Oberfläche relativ schnell wieder erwärmen.

2. Für ausreichend Schatten sorgen

Beschattung gehört zu den wirksamsten Möglichkeiten, die Aufheizung von Kunstrasen zu reduzieren. Je weniger direkte Sonnenstrahlung auf die Oberfläche trifft, desto geringer fällt in der Regel die Erwärmung aus.

Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Lösungen infrage:

  • Sonnenschirme
  • Sonnensegel
  • Markisen
  • Pergolen
  • Pavillons
  • natürliche Beschattung durch Bäume oder Sträucher

Besonders bei Terrassen, Balkonen oder Sitzbereichen bietet sich eine Kombination aus Kunstrasen und flexiblem Sonnenschutz an.

Der Vorteil: Beschattung verbessert nicht nur den Komfort auf dem Kunstrasen, sondern kann gleichzeitig Möbel, Bodenbeläge und andere Materialien vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.

3. Helle Kunstrasenvarianten bevorzugen

Auch die Farbgestaltung kann Einfluss auf die Erwärmung haben. Sehr dunkle Oberflächen absorbieren in der Regel mehr Sonnenstrahlung als hellere Materialien.

Bei der Auswahl von Kunstrasen lohnt es sich deshalb, nicht ausschließlich auf eine möglichst dunkelgrüne und besonders satte Optik zu achten.

Kunstrasen mit unterschiedlichen Grün- und Brauntönen wirkt häufig natürlicher und kann je nach Material und Aufbau weniger Wärme aufnehmen als besonders dunkle Varianten.

Wer bereits weiß, dass die Fläche viele Stunden täglich in direkter Sonne liegt, sollte den Wärmekomfort bereits bei der Produktauswahl berücksichtigen.

4. Den richtigen Untergrund wählen

Nicht nur die Kunstrasenfasern selbst beeinflussen die Temperatur. Auch der Untergrund kann eine Rolle spielen.

Wird Kunstrasen beispielsweise direkt auf stark aufheizenden Flächen verlegt, kann zusätzliche Wärme von unten entstehen. Dunkle Beton-, Asphalt- oder Steinflächen speichern an heißen Tagen besonders viel Energie.

Ein fachgerecht vorbereiteter Untergrund mit guter Drainage und geeigneten Tragschichten kann deshalb nicht nur für Stabilität sorgen, sondern auch das gesamte Verhalten der Fläche verbessern.

Vor allem bei größeren Kunstrasenflächen lohnt es sich, den Untergrund bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.

5. Luftzirkulation verbessern

Luftbewegung unterstützt den Wärmeaustausch an der Oberfläche. Auf vollständig abgeschirmten Terrassen oder Innenhöfen kann sich die Hitze stärker stauen als in offenen Bereichen.

Wenn möglich, sollte deshalb auf eine ausreichende Luftzirkulation geachtet werden.

Bei Terrassen und Balkonen kann es beispielsweise sinnvoll sein, Sichtschutz oder Möbel so zu positionieren, dass vorhandene Luftströmungen nicht vollständig blockiert werden.

Natürlich lässt sich Wind nicht gezielt erzeugen. Dennoch kann eine offene Gestaltung dazu beitragen, dass sich die warme Luft über der Kunstrasenfläche weniger stark staut.

6. Zusätzliche Beschattung für Spielbereiche einplanen

Kunstrasen wird häufig für Spielbereiche verwendet, da er auch bei intensiver Nutzung seine grüne Optik behält und vergleichsweise pflegeleicht ist.

Gerade hier sollte das Thema Hitze jedoch frühzeitig berücksichtigt werden.

Sandkästen, Spielgeräte oder Sitzbereiche können beispielsweise so angeordnet werden, dass sie zumindest während eines Teils des Tages im Schatten liegen. Auch temporäre Sonnensegel sind eine praktische Möglichkeit.

Auf diese Weise wird verhindert, dass Kinder über längere Zeit auf stark aufgeheizten Flächen spielen.

7. Regelmäßige Pflege nicht vernachlässigen

Auch eine gepflegte Kunstrasenfläche bietet Vorteile. Staub, Laub und andere Ablagerungen können die Eigenschaften der Oberfläche beeinträchtigen.

Je nach Nutzung empfiehlt es sich daher, den Kunstrasen regelmäßig:

  • von Laub und Schmutz zu befreien,
  • aufzubürsten,
  • bei Bedarf mit Wasser zu reinigen,
  • auf eine funktionierende Drainage zu prüfen.

Die regelmäßige Pflege verhindert zwar nicht grundsätzlich, dass sich Kunstrasen erwärmt, trägt aber zu einer dauerhaft funktionalen und angenehmen Oberfläche bei.

Fazit: Mit wenigen Maßnahmen bleibt Kunstrasen auch im Sommer angenehmer

Dass sich Kunstrasen bei intensiver Sonneneinstrahlung erwärmt, lässt sich nicht vollständig verhindern. Mit der richtigen Planung und einigen einfachen Maßnahmen kann der Komfort an heißen Tagen jedoch deutlich verbessert werden.

Besonders wirkungsvoll sind Schatten, eine kurzfristige Kühlung mit Wasser und eine möglichst gute Luftzirkulation. Wer eine neue Fläche plant, sollte außerdem Standort, Untergrund und Produkteigenschaften bereits bei der Auswahl des Kunstrasens berücksichtigen.

Für Familien mit Kindern, Haustierbesitzer oder stark genutzte Terrassen gilt: An sehr heißen Tagen lohnt sich ein kurzer Temperaturcheck vor der Nutzung. So bleibt die Kunstrasenfläche auch während der Sommermonate möglichst angenehm und vielseitig nutzbar.